1. Platz beim Science4Life Venture Cup 2019 für Mediaire GmbH aus dem Charlottenburger Innovations-Centrum: Für den ausgezeichneten Businessplan erhält das Team eine Preisprämie von ​​​​​​​25.000 Euro

21. Juni 2019

1. Platz beim Science4Life Venture Cup 2019 für Mediaire GmbH aus dem Charlottenburger Innovations-Centrum

Für den ausgezeichneten Businessplan erhält das Team eine Preisprämie von ​​​​​​​25.000 Euro

Gewinner des Science4Life Venture Cups: Mediaire GmbHBild: ©Science4Life

Science4Life, Abschlussprämierung, 2019, von links: Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung von Sanofi in Deutschland, Dr. Jörg Döpfert und Dr. Andreas Lemke von mediaire GmbH, Gewinner Venture Cup, Dr. Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Bild: ©Science4Life

Mit der Teilnahme an der Businessplanphase des Science4Life Venture Cup geben Gründerteams den Startschuss zum eigenen Unternehmen. Neben innovativen Therapieansätzen und Lösungen im Bereich der Medizintechnik sind in diesem Jahr vermehrt digitale Geschäftsideen unter den Gewinnern bei der Abschlussprämierung in Frankfurt.

Die Erfolgsgeschichte des Science4Life Venture Cup geht in die nächste Runde: In der diesjährigen Businessplanphase des bundesweit größten Businessplan-Wettbewerbs im Bereich Life Sciences, Chemie und Energie reichten fast 80 Gründerteams ihre Geschäftsideen in Form eines Businessplans ein. Damit haben sich in 21 Jahren des Wettbewerbs mehr als 7000 Teilnehmer beim Science4Life Venture Cup registriert. In dieser Wettbewerbsrunde überzeugten die Expertenjury sowohl High-Tech- als auch digitale Ideen: eine minimal-invasive Kunstherzimplantation, ein digitaler Zwilling der Lunge oder künstliche Intelligenz bei der Befundung. Die Schirmherren, der Hessische Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermannund Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung von Sanofi in Deutschland, waren begeistert von den Einreichungen, die die Innovationskraft der deutschen Start-up-Szene widerspiegeln. In der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main wurden die zehn zukunftsfähigsten Businesspläne ausgezeichnet.

„Unternehmensgründungen sind immens wichtig für wirtschaftliche Dynamik und Entwicklung. In Zukunft wird es noch stärker auf kreative, technologie-orientierte Ideen ankommen. Science4Life hebt dieses wertvolle Potenzial und trägt mit der professionellen Unterstützung der Gründerteams zur Umsetzung in innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen bei“, sagte Staatssekretär Dr. Nimmermann. Ein wichtiges Thema in der Gründerlandschaft, das auch bei Science4Life einen immer größeren Stellenwert einnimmt, ist Digitalisierung. Das sieht auch Prof. Dr. Jochen Maas so: „Es ist toll zu sehen, welche digitalen Innovationen die Science4Life-Teilnehmer für die Bereiche Life Sciences, Chemie und Energie bei uns einreichen und wie das diese Branchen langfristig verändern wird. Von diesen Gründerteams können sich große Unternehmen in Sachen Innovationskraft eine ganz dicke Scheibe abschneiden.“ Der Energy Award ist die Auszeichnung für die beste Idee im Bereich Energie. Überreicht wurde sie in diesem Jahr von Staatssekretär Dr. Nimmermannund Dr. Markus Pfuhl, Chief Digital Officer (CDO) bei der Viessmann Group. „Für uns ist der Science4Life Energy Award ein großartiger Ideenpool. Uns freut es, dass wir ganz nah an den neuesten Entwicklungen im Energiesegment dran sind und die Gründerteams aktiv bei der Geschäftsentwicklung begleiten können“, sagt Dr. Pfuhl.

Die innovativen Geschäftsmodelle der aktuellen Wettbewerbsrunde

Mithilfe der künstlichen Intelligenz der Software der Mediaire GmbH aus Berlin soll die alltägliche Erstellung von Befunden erleichtert werden. Das Start-up hat eine automatisierte, volumetrische Vermessung entwickelt, die sich nahtlos in den radiologischen Workflow innerhalb einer Praxis integrieren lässt. Damit kann die Befundung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Multiple Sklerose verbessert werden.

Die Phytoprove Pflanzenanalytik UG aus Frankfurt am Main entwickelt und vertreibt anwenderfreundliche Geräte zur Früherkennung von Mangelernährung und Schäden an Pflanzen. Die kompakten Geräte ermöglichen durch ein optisches Verfahren die unmittelbare Bestimmung des Düngezustandes und der Vitalität von Pflanzen. So können Pflanzenbauern und Laien ihre Erträge optimieren und Überdüngung verhindern.

YCOR aus Freiburg erlaubt eine minimal-invasive Kunstherzimplantation durch eine Verlegung der externen Blutleitung in das Herz. Das macht eine hochinvasive Operation bei diesen Eingriffen überflüssig. YCOR senkt damit sowohl die Risiken dieser Behandlung, als auch der fast immer notwendigen Folgeeingriffe drastisch.

Ebenbuild aus München vereinfacht mithilfe eines „digitalen Zwillings“ der Lunge die komplizierte Beatmung von Patienten mit akutem Atemnotsyndrom. Damit werden akute Lungenschäden, die zu hoher Mortalität beitragen, effektiv vermieden.Die optimierte Beatmung führt dazu, dass Patienten häufiger überleben und sich rascher erholen. Zudem wird das Klinikpersonal entlastet und Behandlungskosten gesenkt.

Freemotion Systems aus Darmstadt hat einen einzigartigen, teilautonomen Rollstuhl mit Rädern und Beinen entwickelt. Mit diesem können eigenständig jegliche Treppen, Stufen und Schwellen überwunden werden und man kann in Transportmittel aller Art wie Auto, Bus und Bahn einsteigen. Der „Walkerchair“ bietet Rollstuhlfahrern eine völlig neue Qualität selbstbestimmter, barrierefreier Mobilität und Autonomie im Alltag.

Den Energy Award hat in diesem Jahr das Team der Koena tec GmbH aus Stuttgart gewonnen, das innovative Energiezwischenspeicherlösungen zur Stromnetzstabilisierung entwickelt. Dabei bindet das Stuttgarter Start-up auf dem Markt vorhandene Geräte ein und hilft so Herstellern dabei, ihre Geräte wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu betreiben. Durch die Anbindung bereits bestehender Geräte werden Ressourcen und Investitionskosten eingespart und die weitere Einbindung erneuerbarer Energien in Stromnetze gefördert.

Auch die Gewinner der Plätze 6 bis 10 haben in diesem Jahr wieder mit innovativen Ideen geglänzt: Mit einem Analyseverfahren, das die Medikamentenentwicklung revolutioniert (Actome GmbH) über Innovationen in der Behandlung inoperabler Tumoren (implacit), Parodontitis (PerioTrap Pharmaceuticals GmbH) und der Behandlung der häufigsten Erblindungsursache in der westlichen Welt, der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (PolyGlyco Biotech), bis hin zu einer Plattform für Chemikalien und pharmazeutische Wirkstoffe (QYOBO).

Die Gewinner der Businessphase des Science4Life Venture Cup 2019:

  1. Platz, dotiert mit 25.000 Euro, geht an Mediaire GmbH aus Berlin
  2. Platz, dotiert mit 10.000 Euro, geht an Phytoprove Pflanzenanalytik UG aus Frankfurt am Main
  3. Platz, dotiert mit 5.000 Euro, geht an YCOR aus Freiburg
  4. Platz, dotiert mit 3.000 Euro, geht an Ebenbuild aus München
  5. Platz, dotiert mit 3.000 Euro, geht an Freemotion Systems aus Darmstadt

Die Plätze 6 bis 10, dotiert mit jeweils 2.000 Euro, in alphabetischer Reihenfolge:

  • Actome GmbH (Freiburg)
  • implacit GmbH (Mannheim)
  • PerioTrap Pharmaceuticals GmbH (Halle)
  • PolyGlyco Biotech GmbH i.Gr. (Bonn)
  • QYOBO (München)

Der Gewinner des Spezialpreises Science4Life Energy Award 2019 ist:

  • KOENA tec GmbH (Preisgeld: 10.000 Euro)

Am 1. September 2019 beginnt die nächste Wettbewerbsrunde. Sie startet mit der Ideenphase, gefolgt von Konzept- und Businessplanphase. Teilnehmer können an allen Phasen teilnehmen oder sich für einzelne Phasen bewerben. Informationen dazu, zu den aktuellen Preisträgern und anstehenden Terminen gibt es unter www.science4life.de.

 

Über Science4Life e.V.

Science4Life e.V. ist eine unabhängige Gründerinitiative, die deutschlandweit Beratung, Betreuung und Weiterbildung von jungen Unternehmen in den Branchen Life Sciences, Chemie und Energie kostenfrei anbietet. Sie wurde bereits 1998 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen. Seit 2003 ist die Gründerinitiative Science4Life ein Verein. Initiatoren und Sponsoren sind die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi. Die Gründerinitiative setzt ihren thematischen Schwerpunkt auf den alljährlich ausgetragenen Businessplan-Wettbewerb „Science4Life Venture Cup“ und lädt jedes Jahr Ideenträger aus ganz Deutschland ein, innovative Geschäftsideen aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie in Unternehmenserfolge umzusetzen. Zusätzlich werden Spezialpreise für die besten Einreichungen im Bereich Energie vergeben. Damit ist er der bundesweit größte Businessplan-Wettbewerb dieser wichtigen Zukunftsbranchen. Er bündelt zur Unterstützung der Unternehmensgründer fachspezifische Expertise in einem Experten-Netzwerk aus über 200 Unternehmen und Institutionen mit über 300 ehrenamtlich tätigen Experten. Seit 1998 haben mehr als 7000 Teilnehmer über 2000 Geschäftsideen, darunter über 1000 detailliert ausgearbeitete Businesspläne erarbeitet und auf den Prüfstand gestellt. Über 900 neu gegründete Unternehmen wurden geschaffen.

 

Kontakt:

Geschäftsstelle Science4Life e.V.
Industriepark Höchst / Gebäude H 831
65926 Frankfurt am Main
069 30 55 50 50
info@science4life.de