Citynahe Gründerschmiede: Chic am Start

25. Februar 2011

Citynahe Gründerschmiede: Chic am Start

Bild: © Adlershof Journal

Florian Seiff ist um die Vermietung des CHIC nicht bange. Marita Koop, Mitarbeiterin für den Firmenservice, ist die gute Seele des neuen Gründerzentrums. Bild: © Adlershof Journal

Seit Jahren verteidigt Berlin seinen Ruf als deutsche Gründerhauptstadt. Rund 20 Berliner Gründerzentren gibt es. Während die Insolvenzrate außerhalb der Zentren im Bundesdurchschnitt bei 40 Prozent liegt, behaupten sich mehr als 90 Prozent der in Gründerzentren ansässigen Firmen erfolgreich am Markt. Grund für die Eröffnung eines neuen Zentrums im April in Charlottenburg.

Nach dem Vorbild des Technologieparks Adlershof soll rund um den Ernst- Reuter-Platz der „Campus Charlottenburg“ entstehen. Herzstück wird das „Charlottenburg Innovation Center“ (CHIC) sein, in das im April die ersten Gründerfirmen einziehen werden. Betreiber ist die Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM), die auf eine fast 30-jährige Erfahrung in der Gründerförderung verweisen kann. Im 1983 eröffneten BIG, das als Vorbild für alle deutschen Gründerzentren gilt, sowie in den Adlershofer Gründerzentren IGZ und OWZ betreut die IZBM aktuell 150 junge Unternehmen.

Brutkasten für Ideen

Das CHIC richtet sich an Ausgründungen aus der Technischen Universität und der Universität der Künste, die ihre Geschäftsidee nach der einjährigen Präinkubatorphase mit gründungsspezifischer Unterstützung umsetzen wollen. „Vereinfacht ausgedrückt, sind wir der Brutkasten, in dem in der Universität geborene Ideen unter Idealbedingungen im geschützten Raum realisiert werden können“, sagt IZBM-Geschäftsführer Dr. Florian Seiff.

Aktuell wird der erste 1.500 m2 große Bauabschnitt im ehemaligen Gerling-Haus an der Bismarckstraße entsprechend den Anforderungen der IT- und Kreativwirtschaft umgebaut. Neben kleinteiligen Büroflächen wird es im CHIC auch Großraumbüros geben, in denen kreative Ideen gemeinschaftlich umgesetzt werden können. „Dass die Zusammenarbeit von Technologie- und Kreativfirmen marktfähige Produkte hervorbringen kann, zeigt die Boombranche der PC-Spiele. Während Game-Designer die Ideen entwerfen, entwickeln IT-Spezialisten die dazugehörige Software“, skizziert Dr. Gerhard Raetz, Prokurist der IZBM, mögliche Kooperationsfelder.

Sparringspartner für Gründer

Neben günstigen Büroflächen erhalten junge Unternehmen im CHIC diverse Serviceleistungen, wie einen zentralen Empfangs-, Büro- und Postdienst, leistungsstarke Telekommunikationssysteme sowie Konferenzräume mit modernster Technik. Viel wichtiger ist jedoch die Beratung zu allen betriebswirtschaftlichen und unternehmensrelevanten Fragestellungen, die in allen von der IZBM betriebenen Zentren quasi im Mietpreis inklusive sind. Zudem verfügt das IZBM-Team, das sich als Sparringspartner für die von ihm betreuten Firmen versteht, über ein dichtes Netzwerk aus Fördereinrichtungen, Wirtschaftsverbänden, politischen Gremien, wissenschaftlichen Instituten und Banken, das für junge Unternehmen unbezahlbar ist. Inklusive ist auch die aktive Kooperationsvermittlung: „Da wir unsere Firmen sehr genau kennen, versuchen wir ganz gezielt Impulse für eine mögliche Zusammenarbeit zu geben“, betont Seiff.

Obwohl das CHIC erst im April seine Türen öffnen wird, gibt es bereits für 75 Prozent der Flächen ernsthafte Interessenten. Wie es aussieht, trifft das Konzept der kreativen Gründerschmiede in Citynähe nicht nur den Zeitgeist, sondern auch den Geschmack gründungswilliger Absolventen.

von Ariane Steffen

Link: www.adlershof.de/campus-charlottenburg

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