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17. Juli 2026

DFG verlängert Förderung des HU-Projektkonsortiums FAIRmat bis Ende 2038

In der neuen Förderperiode setzt FAIRmat verstärkt auf KI für datengestützte Wissenschaft

Größere Menschengruppe
Das FAIRmat-Team vor dem CSMB-Gebäude in Berlin Adlershof. © Natalia Stepenko

FAIRmat ist ein Konsortium für Dateninfrastruktur in den Materialwissenschaften, das seit seiner Gründung 2021 an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) koordiniert wird. Es gehört zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Im Juli hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) entschieden, FAIRmat sowie die neun anderen NFDI-Konsortien der 2. Runde weiter zu fördern. Ziel von NFDI ist es, die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung zu erschließen, zu sichern und zu vernetzen.

„Die Fortsetzung der Förderung ist eine wichtige Anerkennung der Fortschritte, die FAIRmat in den letzten fünf Jahren erzielt hat, und ein Bekenntnis zur Zukunft“, sagt Prof. Dr. Claudia Draxl, Sprecherin von FAIRmat und Professorin für Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin. „Forschungsdatenmanagement ist zu einem wesentlichen Bestandteil moderner Forschung geworden. Die zweite Förderperiode ermöglicht es uns, unsere Dienstleistungen weiter auszubauen, die Zusammenarbeit mit Forschenden und Partnerinstitutionen innerhalb und außerhalb der NFDI zu stärken und weiterhin nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die eine offene, reproduzierbare und datengestützte Wissenschaft ermöglichen. Das gesamte Team freut sich darauf, unser Engagement mit noch mehr Begeisterung fortzusetzen.“

Einsatz von KI für datengestützt Wissenschaft

FAIRmat bekennt sich zu den FAIR-Prinzipien der Auffindbarkeit (Findability), Zugänglichkeit (Accessibility), Interoperabilität (Interoperability) und Wiederverwendbarkeit (Reusability) digitaler Daten und zum Prinzip der Open-source Software. FAIRmat entwickelt NOMAD, eine Datenplattform für die Festkörperforschung. NOMAD umfasst ein breites Portfolio an Tools für die Verarbeitung, Speicherung, Kuratierung, Analyse und Nachnutzung von Forschungsdaten, die zusammen einen umfangreichen Dienst für das FAIR-konforme Forschungsdatenmanagement darstellen. In der zweiten Phase wird FAIRmat mit dem neuen Schwerpunkt „Enabling Data-driven Science“ (Ermöglichung datengestützter Wissenschaft) seine Aktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz verstärken. Das FAIRmat-Konsortium vereint international führende Expert*innen aus verschiedenen Teilgebieten seines breiten Forschungsfeldes.

FAIRmat wird an der Humboldt-Universität zu Berlin koordiniert. Zu den mitantragstellenden Einrichtungen gehören das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Ruhr-Universität Bochum (RUB), das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), die Max Planck Computing , der gemeinnützige Verein Data Facility (MPCDF) sowie FAIR Date Infrastructure for Physics, Chemistry, and Materials Science (FAIR-DI).

Pressemitteilung der DFG vom 10. Juli 2026

FAIRmat-Website

 

Meldung der HU Berlin vom 17.07.2026

Ausgezeichnet! Außeruniversitäre Forschung Hochschulen Digitalisierung Grand Challenges IT / Medien Mikrosysteme / Materialien

Meldungen dazu

Zwei Personen mit der Auszeichnung

FAIRmat gewinnt European Digital Skills Award

Das von der HU koordinierte Konsortium für Dateninfrastruktur in den Material­wissen­schaften wurde von der Europäischen Kommission ausgezeichnet
Zwei Darstellungen zum Vergleich von Suchmethoden: links eine langsame, fragmentierte, lineare Suche mit Symbolen für Forschende und Bücher, rechts eine schnelle, automatisierte, skalierbare Suche mit Symbolen für Forschende, Roboter und Server

Catalysis App – strukturierte Forschungsdaten für nachhaltigere Katalysatoren

Die Plattform ermöglicht einen zuverlässigen Datenaustausch und bietet eine gut fundierte Grundlage für KI-gestützte Analysen
Physikprofessorin Claudia Draxl © WISTA Management GmbH

Datenbibliothek für Materialforschende

Das FAIRmat-Konsortium schafft eine Plattform für FAIRe Forschungsdaten in den Materialwissenschaften
Schaubild FAIRmat-Konsortium © FAIRmat

FAIRe Forschungsdaten für die Materialwissenschaften

FAIRmat-Konsortium unter Leitung der Humboldt-Universität beschreibt sein Konzept für zugängliche Forschungsdaten im renommierten Fachjournal Nature
FAIRmat-Team. Foto: Christina Färber

FAIRmat: Zukunftsorientierte Infrastruktur für eine Schatzkiste an Materialdaten

Konsortium unter der Leitung von HU-Professorin Claudia Draxl will Forschenden den Zugang zu materialwissenschaftlichen Daten erleichtern

Verknüpfte Einrichtungen

  • Campus Adlershof der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Chemie
  • Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Physik
  • Center for the Science of Materials Berlin (CSMB)

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