• Springe zu Seiteninhalt
  • Springe zu Management
  • Springe zu Hauptmenü
Charlottenburger Innovations-Centrum (CHIC), WISTA
  • WISTA
  • WISTA.Plan
  • WISTA.Service
  • WISTA direkt
  • Suche
    • de
    • en
  • Charlottenburger Innovations-Centrum (CHIC), WISTA
  • Innovations-Centrum
    • Über uns & Ansprech­partner
    • Services
    • Netzwerk & Partner
      • Gesundheits­netzwerk
  • Mietangebote
    • Büroräume
    • Konferenzräume
    • ST3AM-Coworking
  • Aktuelles
    • News / Termine
    • Newsletter
    • CHIC auf LinkedIn
  • Firmenverzeichnis
  • Kontakt & Anfahrt
  • WISTA
  • WISTA.Plan
  • WISTA.Service
WISTA direkt
  • Home Innovations-Centrum
  • Aktuelles

Aktuelles

  • News / Termine
  • Newsletter
  • CHIC auf LinkedIn
  • Home Innovations-Centrum
  • Aktuelles
08. Oktober 2025

PFAS-Filter aus der Kugelmühle

BAM-Forschungsteam entwickelt umweltfreundliches Material, das Ewigkeitschemikalien in Abwässern binden kann

Makroaufnahme des Materialgerüsts
Die Filter besitzen winzige Poren in Nanogröße, in denen PFAS-Moleküle hängenbleiben können. © BAM, DESY, Science Communication Lab

Ein Forschungsteam der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat ein Filtermaterial entwickelt, das in der Lage ist, sogenannte PFAS – auch bekannt als Ewigkeitschemikalien – aus Abwässern zu entfernen.

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) finden sich in zahlreichen Alltagsprodukten – etwa in Outdoorjacken, Teflonpfannen oder Feuerlöschschaum – weil sie extrem wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie hitzebeständig sind. Ihre Widerstandsfähigkeit macht sie jedoch zu einem Umweltproblem: Sie bauen sich kaum ab und können gesundheitsschädlich sein.

Das neue Material, das speziell für die Bindung hartnäckiger Schadstoffe wie PFAS entwickelt wurde, basiert auf sogenannten kovalenten organischen Gerüststrukturen (COFs). Diese besitzen winzige Poren in Nanogröße, in denen PFAS-Moleküle hängenbleiben können. Besonders bemerkenswert: Die COFs entstehen durch ein mechanisches Verfahren – das Mahlen in einer Kugelmühle.

„Wir nutzen dazu einen speziellen Mahlbecher, in den Pulver, ein Tropfen Lösungsmittel und zwei Stahlkugeln gegeben werden“, erklärt BAM-Forscherin Franziska Emmerling. „Die schnellen, wiederholten Stöße der Kugeln übertragen mechanische Energie direkt auf die Feststoffe. Dadurch entstehen gezielt Defekte und die Partikel werden verkleinert. Das erleichtert die Diffusion der Moleküle, aktiviert ihre Reaktivität und ermöglicht so die Bildung neuer chemischer Verbindungen, die unter klassischen Bedingungen oft nicht zugänglich wären.“

Die Herstellung wurde am Forschungszentrum DESY in Hamburg mit Hilfe der Röntgenlichtquelle PETRA III untersucht. Während die Kugelmühle arbeitete, durchleuchtete ein Röntgenstrahl alle zehn Sekunden den Inhalt. So konnte das Team live beobachten, wie sich die Ausgangsstoffe in die neuen Gerüststrukturen verwandelten.

Das Adsorptionsverhalten des Materials, also seine Fähigkeit PFAS an der Oberfläche zu binden, wurde sowohl in experimentellen Studien als auch mithilfe theoretischer Modellierungen detailliert untersucht. Ziel war es, die Interaktion zwischen PFAS und der COF-Oberfläche besser zu verstehen.

Das neue Material kommt ohne Schwermetalle aus und ist damit besonders umweltfreundlich. Die Filter könnten künftig z.B. direkt in Kläranlagen von Unternehmen eingesetzt werden, die PFAS produzieren, damit sie nicht von dort ins Abwasser und in die Umwelt gelangen.

Publikation:

Mechanochemically Synthesized Covalent Organic Framework Effectively Captures PFAS Contaminants
M. A. Hoque, T. Sommerfeld, J. Lisec, et al.
Small (2025): e09275. DOI: 10.1002/smll.202509275

Kontakt:

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
+49 30 8104-1013
presse(at)bam.de
www.bam.de

 

BAM-Pressemitteilung vom 8. Oktober 2025

Analytik Außeruniversitäre Forschung Biotechnologie / Umwelt Mikrosysteme / Materialien Grand Challenges

Meldungen dazu

Durchsichtiger Chip, in den Kanäle eingefräst sind.

PFAS-Nachweis in 15 Minuten

BAM entwickelt Sensorsystem für schnelle Vor-Ort-Analysen
Behälter mit Stickstoff-gekühlten Stoffteilchen

BAM entwickelt zertifiziertes PFAS-Referenzmaterial aus gebrauchter Outdoorbekleidung

Wichtiger Schritt auf dem Weg in eine Circular Economy
Detailaufnahme: Pipettieren von Proben

Forschungsprojekt zur Entfernung von PFAS aus der Umwelt gefördert

BAM und Partner erhalten knapp 1,4 Mio. EUR von der VolkswagenStiftung
Nikita Gugin im Labor, BAM. Quelle: ©BAM

Grüne Chemie: BAM-Team macht Mechanochemie industriefähig

Neues In-situ-Überwachungsverfahren EDXRD kann Prozesse in der großindustriellen Fertigung kontrollieren und steuern
Symbolbild: Abwasserrohr am Meeresufer. Bild: BAM © Adobe Stock/Planetz

Neuer Ansatz zum Nachweis von Ewigkeitschemikalien im Wasser

Ein Forschungsteam der BAM und der Universität Birmingham hat einen Sensor entwickelt, um PFAS im Wasser schnell und einfach nachzuweisen
Haie © BAM FB 1.1

PFAS-Belastung in deutschen Flüssen stärker als bisher angenommen

BAM-Forschungsteam analysierte 200 Schwebstoff-Proben aus mehreren Jahren auf per- und polyfluorierte Alkylverbindungen
BAM-Arbeitsgruppe um Franziska Emmerling © WISTA Management GmbH

Mahlen statt Rühren

Bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gelingen mit pfiffigen Verfahren neue Erfolge für die grüne Chemie

Verknüpfte Einrichtungen

  • BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Seite teilen

  • © WISTA Management GmbH
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Social Media
  • Kontakt
  • Newsletter
Zukunftsort Charlottenburg Logo