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17. Oktober 2022

Gelassenheit, Ruhe und Freude durch Meditation

Nach eigenen Erfahrungen bin ich überzeugt: Wir sind gestresst, überfordert und gereizt ob der vielen neuen Herausforderungen und unserer eigenen subjektiven Erwartungshaltung an die Welt. Häufig projizieren wir unsere Forderungen, Wünsche und Bedürfnisse auf andere und sobald diese nicht erfüllt werden, sind wir gestresst, frustriert, wütend.

In diesem Zustand der relativen emotionalen Instabilität und dem Abhängigkeitsverhältnis von Reaktionen, Stimmungen und Zuarbeit anderer, in meinem Fall der Kolleg/-innen, lebte ich viele Jahre. Ohne es wirklich benennen zu können, war ich auf der Suche nach emotionaler Ausgeglichenheit, Ruhe und Gelassenheit.

Dass Meditation eine Lösung bzw. ein Baustein auf diesem Pfad sein könnte, dämmerte mir bereits vor einigen Jahren, allerdings gelang es mir nicht, einen dauerhaften und routinierten Zugang zur Meditationspraxis zu finden.

Das hatte auch etwas damit zu tun, dass ich ein bestimmtes Bild im Kopf hatte, wie Meditation abzulaufen hat, wie Meditation zu sein und zu funktionieren hat. Angefangen damit wie ich sitze, hin zu was ich denken oder besser nicht denken darf.

Wie kommt es nun, dass gerade ich einen Blogbeitrag zu Meditation schreibe? Was habe ich getan und geändert?

  1. Gewohnheit implementieren
  2. Ausprobieren lohnt sich
  3. Beobachten anstatt Bewerten
  4. Persönlicher Gewinn

Frau beim Meditieren © Die Techniker

Gewohnheit implementieren

Ich habe mir einen Gewohnheitstracker zugelegt und „Meditation“ als Gewohnheit festgelegt, um so jeden Tag daran erinnert zu werden, wenigstens für einige Minuten zu meditieren.

 

Ausprobieren lohnt sich

Ich habe unterschiedlichste Varianten ausprobiert und so eine bzw. mehrere gefunden, die für mich passen.

Und auch ich habe mich von meinen Vorstellungen gelöst, wie Meditation zu sein hat bzw. abzulaufen hat. Ich beispielsweise meditiere am liebsten im Liegen. Eine andere Person möchte vielleicht lieber stehen, gehen oder sitzen. You do you!
 

Beobachten anstatt Bewerten

Ich beurteile eine Session nicht mehr danach, ob es „gut“ geklappt hat. Ich beobachte nur noch. Auch bewerte ich aufkommende Gedanken und Gefühle nicht mehr. Es gibt kein Richtig und kein Falsch und kein gut oder schlecht.
 

Persönlicher Gewinn

Was hat sich dadurch für mich und meinen Alltag verändert?

Ich bin viel näher bei mir selbst und bei meinen Gefühlen. Ich konnte erkennen, wo ich Blockaden oder festgefahrene Verhaltensmuster habe.

Seitdem kann ich mit meinen Gefühlen viel bewusster umgehen und projiziere sie weniger auf andere, sondern verarbeite sie für mich und mit mir. Auch hier gilt: Es ist ein Prozess, manchmal geht’s besser und manchmal schlechter.

Alles in allem hat es dazu beigetragen, dass ich viel positiver, gelassener und glücklicher durchs Berufsleben gehe.

Ich kann nur jede/-n ermuntern: Versucht es einfach mal und gebt nicht nach den ersten „Fehlversuchen“ auf. Vielleicht werdet Ihr auch überrascht, so wie ich.

 

Magdalena Matheis zum Thema Stressbewältigung

 

Welche Erfahrungen habt Ihr? Schreibt mir.